Dienstag, 06. Oktober 2009

Bernard Cornwell: Das Zeichen des Sieges




Die Schlacht um Azincourt

Wie bereits in der Trilogie um Thomas Hookton (Der Bogenschütze, Der Wanderer, Der Erzfeind) begibt sich Cornwell in den Hundertjährigen Krieg um einen Bogenschützen zu begleiten. Ging es in der erwähnten Trilogie um die Ereignisse zu Beginn des Krieges (das erste Ereignis dieser Serie datiert 1342) so dreht sich hier alles um die Invasion unter Heinrich V. die in der Schlacht um Azincourt im Jahre 1415 gipfelte. Wie schon in der Schlacht von Crécy die in der genannten Trilogie beschrieben wird, steht eine englische Minderheit einer französischen Übermacht gegenüber. Doch die englischen Bogenschützen entscheiden die Schlacht. Soweit zum allgemeinen Setup.

Die Geschichte folgt Nick Hook der nachdem er einen Priester geschlagen hat zum Outlaw wird und sich nach Frankreich verdingt. Dort übersteht er den Untergang von Soissons und bringt die Kunde über die wahren Gründe bis zu Heinrich V. der ihn einem seiner engsten Vertrauten unterstellt. Hook arbeitet sich langsam aber sicher in der Hierarchie hoch und wird bald zum Anführer einer Gruppe von Bogenschützen, die mehrfach dem größten französischen Feldherrn gegenübersteht.

Das Buch ist in guter alter Cornwell-Manier geschrieben. Sehr lebhafte Schilderungen der Personen aber auch der Schlachtszenen zeichneten Cornwell schon immer aus. Seine hingebungsvolle Recherche macht ihn zu einem der wichtigsten zeitgenössischen Autoren historischer Romane. Und so kann man das Buch sicherlich wieder jedem nahelegen der Geschichtsunterricht lieber in interessante Geschichten verpackt genießen möchte.

Und dennoch habe ich von Cornwell schon besseres gelesen. Der Schluss wirkt eilig hingeschmiert, um noch rechtzeitig fertig zu werden. Die Personenzeichnungen hat Cornwell schon besser und glaubhafter gemacht und vor allem ließ er diesmal nicht so viele zynische Kommentare einfließen wie in seinen großen Werken der Arthur- bzw. Alfred-Reihe.

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