Donnerstag, 16. April 2009

Steve Berry - Die Romanovprophezeiung





Außergewöhnlich, wenn auch nicht außergewöhnlich gut


Die politische Krise in Russland lässt US-Firmen und russische Mafyia indirekt zusammenarbeiten um einen Autokraten zu installieren, der das Volk ruhig halten soll. Der Plan den Zar wieder zu installieren ist dem russischen Volk sehr Recht (wenngleich freilich niemand die Verschwörung im Hintergrund ahnt). Die US-Firmen werden von einer US-Anwaltskanzlei vertreten, wobei im wesentlichen nur ein einziger Vertreter des Unternehmens bei dem Spiel mitmischt. Der Protagonist des Werkes, ein schwarzer Anwalt namens Lord, wird in das Spiel hineingezogen, weil er eine Spur aufzudecken droht, die zu den wirklichen Nachfolgern der Romanovs führt, den Nachfahren des Zarewitsch.

Berry schreibt nennenswerte Teile der Geschichte und russischen Politik um, um die Grundlage für sein Werk zu schaffen. Dennoch hält er sich, wo es für den Lauf der Geschichte nicht schädlich ist, an Erkenntnisse der Geschchtswissenschaft. So vermittelt er neben eines spannenden Romanes auch noch ein bisschen Wissen, vor allem für jene die sich dadurch angespornt fühlen nachzuschlagen was denn nun Wahrheit und was Erfindung ist.

Der Roman gehört bestimmt nicht zu den spannendsten Thrillern, die Erzählstruktur ist auch nicht wirklich hervorhebenswert, und auch sonst gibt es keine herausragenden Eigenschaften die Erwähnung verdienen. Und dennoch ist es ein ordentliches Buch geworden. Der Schluss ist im Wesentlichen vorhersehbar und es gibt kaum überraschende Wendungen. Ein Thriller für Zwischendurch der auch ein wenig Geschichtsunterricht bietet.

So gesehen also nicht unbedingt eine Empfehlung, aber auch nichts wovon man dringend abraten möchte. Gut lesbar, guter Durchschnitt eben.