Samstag, 24. Oktober 2009

Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes



Wunderbare Literatur


Zafón schlüpft - als Icherzähler - in die Rolle eines Mannes dessen Leben von einem Buch begleitet wird. Als Zehnjährigen nimmt ihn sein Vater zu einer geheimen Versammlung (genannt Friedhof der Vergessenen Bücher) mit, wo er sich für ein Buch entscheiden muss, für das er zukünftig die Alleinverantwortung übernehmen will. Aus einer schier unendlichen Auswahl entscheidet er sich für "Der Schatten des Windes" eines unbekannten spanischen Autors das in Paris verlegt wurde. Ein ganz besonderes Buch wie man im Lauf des Textes noch bemerken wird.

Das Buch ist wunderbar geschrieben, sprachlich ist es sicherlich bei den großen Romanciers anzusetzen. Eine Behauptung die natürlich nur dann Bestand hat, wenn so wie hier, der Übersetzer auch wirklich gute Arbeit geleistet hat. Zafón gelingt es in einem zunächst ereignislosen Buch Spannung aufzubauen. Vor allem aber durch sein sprachliches Können fesselt er den Leser an das Buch.Ein Buch das ich gerne bereit bin in die großen zeitgenössischen Bücher einzureihen. Das Buch zu lesen machte von der ersten bis zur letzten Seite Spaß. Vergleichbar ist es mit dem ebenfalls großartigen Buch Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier. Eine ganz klare Empfehlung dafür meinerseits.

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Siehe auch: Rezension zu Nachtzug nach Lissabon